';
Nickelsberg's Farm

German Shepherd Herding

Manfred Heyne’s Brief zu Helmut Raiser

Manfred Heyne’s Brief zu Helmut Raiser

Anläßlich Dr. Raiser’s Wahl zum Nationalen
SV. Zuchtwärter 2002 

 

17 Februar 2002

Manfred Heyne
Burgermeister Roth Strasse 4
Wartenberg 1

Herrn
Dr. H. Raiser
Berlinerstrasse 70
34246 Hann.Münden
Gimte

Sehr geehrter Herr Dr. Raiser!

Bitte erschrecken Sie nicht – wenn ich sage – Sie und ich sind Geschwisterkinder!  Bin zwar schon 1930 geb. aber seit 1.1.1953 im SV. und soll am 23.02 von der LG 09 geehrt werden.

Habe als alter Schäfermeister bis zum Tage genetisch hochveranlagte HGH geführt und gezüchtet.  Mein Lehrmeister hat als junger Gehilfe persönlich miterlebt wie v.Stephanitz den späteren Zuchtsieger Herold a.d. Niederlausitz – auf Herz und Nieren geprüft hat. (Kann Ihnen das erzählen)  Mein Meister war 1943 Reichssieger & 1947 & 1949 DDR Sieger im Hüten.  Außerdem 10x Landessieger Sachsen im Hüten.  Aus dieser Linie habe ich einen Rüden geschenkt bekommen.

Seit 1954 bin ich immer mit dieser Väterlichen Linie = 11X SV. Bundessieger + 2x Nordd. Sieger geworden (Bitte W. Scheld anfragen – die SV. Augsburg Statistik hat da einen Fehlerso etwas gibt es tatsächlich!! Ich habe die Goldene Schippe mit Datum!!  Der Grund meines Schreibens ist folgender:  Habe mir gedacht: Zur Zeit habe ich mit 73 Jahren noch eine Hobby Schafhaltung = 80 Stck.  Mein derzeitiger Rüde 4 1/2 Jahre alt ist ein absoluter Spitzenhund in Leistung – Wesen – Selbstädlichkeit – Fleiß – Griff – soll dieses Jahr, überall bei HGH geführt werden.  Würde gern Sie und Ihre SV. Führungskollegen mal einladen und Ihnen zeigen wie der Deutsche Schäferhund mal war!!!  Kann Ihnen zeigen wie diese Hunde – die laut SV. Zeitung 2.03 v.Stephanitz von der Herde geholt hat und sein Experiment gestartet hat – waren!

Bei der Gründung des SV. waren neben v.Stephanitz auch 8 oder 10 Schäfermeisterdie dem SV. namentlich bekannt waren dabei!!!  Laut Aussage meines Lehrmeisters sollen das alles sehr verantwortungsbewußte Männer gewesen sein!  Die haben bestimmt nur genetisch hochveranlagte Hunde ausgewählt!  Mein Wunsch war es immer diese Genetik zu ehrhalten und das ist nur bis zum heutigen Tage gelungen.  Alle meine Spitzenhunde hab ich als Welpen aus dem Wurf herausgepickt!!!  Habe nur gezogen, wenn ich wieder mal für mich was gebraucht habe.  Meine Erfahrung ist, das wenn überhaupt, immer nur 1 Welpe dabei war – meinem Auswahlsystem entsprach!!!! (im Wurf)

Thema E.Gerät:  Das heißt Gehorsam!  Meine Lebenserfahrung (seit 1946 bin ich Schäfer) ist:  Gehorsam ist eine Genetik!!!!  Entweder der Welpe hat das oder er hat das nicht!  Wenn ich in der Lage bin das zu erhalten – dann müssen es die Ahnen meiner Hunde auch gehabt haben.  Die Schäfer im 1899 waren sehr arme Menschen – die meisten konnten sich keinen zweiten Hund leisten – die Schäferschippe war der zweite Hund in Süd- Deutschland (damit wurde Erde gewurfen – wenn erforderlich!!).

Ernährt (gefüttert) wurden die Hütehunde auf den Dörfern (Gemeinde/Bauernschäfer) mit toten z.b. Ferkeln/Kalbern usw.  Wenn ein Hütehund an einem Tier – das einem Bauer gehörte – Schaden machte oder totgebissen hat – mußte der Schäfer das ersetzen!!  Das heißt also:  Gehorsam, Gehorsam und noch mals gehorsam!  1899 gab es kein E.Gerät – die Hunde mußten Gehorsam haben – oder sie kamen bei einem Bauern an die Kette oder sie wurden am nächsten Baum aufgehängt!!  V.Stephanitz hat gesagt:  Die Quelle des Deutschen Schäferhundes sollte immer der angeborene Hütehund sein! (Siehe auch Herold a.d.Niederlausitz.)  Stephanitz sagt 1928 – der Deutsche Schäferhund is überzüchtet.

Mein Erfahrung ist, je höher die Schulbildung der SV. Führungspersonen der letzten 50 Jahre war – umso mehr hat die Gebrauchstüchtigkeit des Deutschen Schäferhundes gelitten.  Seit vielen Jahren schäme ich mich Mitglied des SV. zu sein (Betrug zu Gunsten ….. !!  Protest meinerseits = 2 Jahre Sperre usw.)  Könnte ein Buch schreiben ….. nichts als die Wahrheit!

Ich lade Sie ein und Ihren Stab – Sie können auch den Hetzarm mitbringen!

Hochachtungsvoll

Manfred Heyne

§          §          §          §          §

So wie Sie diesen Hund sehen — so ist er tagtäglich jede Minute — seit seinem ersten Geburtstag.  Er ist immer am Zählen und hat Angst, daß er eines verlieren kann!!  Bin überzeugt, daß Sie und die Ihren so etwas noch nicht gesehen haben und noch viel mehr

Comments are closed.